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Dauerausstellung
   
Museum für Glaskunst Lauscha
Oberlandstr. 10
98724 Lauscha

Raum 2: Perlen und Augen aus Glas



In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde im Thüringer Wald die Lampenglasbläserei eingeführt. In den Glashütten wurden nun auch Glasröhren hergestellt, die von Heimarbeitern "vor der Lampe", einer Tran- oder Rüböllampe, später auch einer Paraffinlampe, verarbeitet wurden. So entstand eine bedeutende Perlenmacherei, die vielen Familien Arbeit gab. Alle Familienmitglieder, alt und jung, waren am Arbeitsablauf beteiligt. Neben einzelnen Perlen und Ketten sind es vor allem erhalten gebliebene Musterkarten, die einen Eindruck vom Formen- und Farbenreichtum der Glasperlen vermitteln. Bereits um 1800 wurden diese Perlen bis nach Indien und China geliefert.

 

Aus der Herstellung von Glasaugen für die Sonneberger Spielzeugindustrie entwickelte sich in Lauscha in der Mitte des 19. Jahrhunderts die Perfektionierung der menschlichen Augenprothese. Die Prothesen von Ludwig Müller Uri wurden vielfach auf Weltausstellungen prämiert und verbreiteten sich weltweit. Insbesondere war es die Entwicklung des Kryolithglases, das die Lauschaer Augen berühmt machte. Es ist ein leichtes, cremigweißes Glas, das gegenüber der Tränenflüssigkeit erheblich unempfindlicher war, als andere Glassorten.

 

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