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Dauerausstellung |
Museum für Glaskunst Lauscha Oberlandstr. 10 98724 Lauscha |
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Raum 5: Gläserner Christbaumschmuck ![]() Lauscha hat großen Anteil daran, wie Weihnachten heutzutage gefeiert wird, denn hier wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts der gläserne Christbaumschmuck erfunden. Einer Legende nach war es ein armer Glasbläser, der in der Vorweihnachtszeit nicht das Geld hatte, die Dinge zu kaufen, die in der damaligen Zeit üblicherweise an den Christbaum gehängt wurden, nämlich Äpfel und Nüsse. Er hatte aber noch Glasrohre, und so formte er diese Früchte über der Lampe aus diesem Material. Schriftlich belegt ist die Herstellung von gläsernem Christbaumschmuck in Lauscha erstmals für das Jahr 1847. Nach der Errichtung des Gaswerks 1867 waren die technischen Voraussetzungen für eine Massenproduktion geschaffen. Schon bald danach eroberte der gläserne Christbaumschmuck, der das warme Licht der Kerzen reflektiert und Jung und Alt in seinen Bann zieht, die ganze Welt. Bis etwa zum Ersten Weltkrieg hatten Lauscha und die umliegenden Gemeinden eine monopolartige Stellung für die gesamte Weltproduktion. Der Handel war größtenteils über die Spielzeugverleger in Sonneberg und die dortigen Kontorhäuser großer Warenhauskonzerne wie Woolworth organisiert. Zahlreiche Stücke aus der über 150jährigen Geschichte des gläsernen Christbaumschmucks zeigen auf, wie die Menschen sich in der grauen Jahreszeit mit schönen Dingen umgeben, die oft auch ihre Wünsche, Hoffnungen und Träume widerspiegeln: Um 1900 waren es z.B. exotische Vögel und Krokodile aus Glas, die, im Christbaum aufgehängt, den Alltag verdrängten und zum Träume einluden - heute tun dies immer noch historisch geprägte Formen des Christbaumschmucks aber auch das Space-Shuttle oder der Weihnachtsmann in der Badewanne ...
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